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Schulfach Glück stärkt Kinder

Was für den Einzelnen und insbesondere für Kinder Glück bedeutet, ist höchst unterschiedlich. Der zweimal wöchentlich stattfindende Unterricht gliedert sich in verschiedene Module. Ziel ist es unter anderem, den Schülern zu einem stabilen Selbstwertgefühl zu verhelfen und ihre Selbstwertschätzung zu verbessern, Kenntnis über die eigenen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen zu gewinnen, klare Zielvorstellungen zu definieren und dadurch ein gesteigertes Wohlbefinden und eine erhöhte Leistungsbereitschaft zu erlangen.
Der Bildungsplan orientiert sich daran, das eigene Leben sinnvoll und erfolgreich zu gestalten. Dabei steht am Anfang die Frage: Was kann ich besonders gut? Da sich Glück nicht nur in materiellen Dingen manifestiert, geht es in den nächsten Schritten darum: Was brauche ich? Was will ich und was nicht?

Mit Blick auf die Konsumgesellschaft sollen die Kinder auch unterscheiden lernen, was sie wirklich glücklich macht und was nur scheinbar zum Glück beiträgt. Weiterhin lernen die Schülerinnen und Schüler kluge Entscheidungen zu treffen, sowie aus Visionen realistische Ziele zu anzustreben, aber ebenso mit Niederlagen umzugehen und aus ihnen zu lernen. Außerdem lernen die Jugendlichen Entspannungsübungen gezielt einzusetzen. Und auch das Gehört zum Erfahrungsschatz: Das Leben besteht nicht nur aus Glücksmomenten. Doch Glück kann sich im Kleinen zeigen. Es geschafft zu haben, beispielsweise im Sportunterricht Ängste zu überwinden, sich bei einer schwierigen Klassenarbeit um eine Note verbessert zu haben, löst Glücksgefühle aus und stärkt das Selbstvertrauen.

Unterrichtet wird das Fach Glück von Maria Francesca Peroni. Zu Beginn jeder Unterrichtsstunde begrüßt sie jede Schülerin und jeden Schüler persönlich, was inzwischen auch mehrere der Kinder gegenseitig übernommen haben, ein Zeichen der Wahrnehmung und Wertschätzung des Anderen.

Doch nicht nur die Schülerinnen und Schüler profitieren von dem Fach Glück. An anderen Schulen, wo das Fach Glück schon vor längerer Zeit eingeführt wurde, hat sich gezeigt, dass die Jugendlichen zunehmend zufriedener und ausgeglichener sind und mehr Leistungsbereitschaft zeigen. Dies wirkt sich auf das Zusammenleben im Klassenverband und damit auf das gesamte Schulklima aus. Nicht zuletzt haben die Eltern einen Gewinn davon, denn die Kinder lernen Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, Herausforderungen zu meistern und mit Krisen- oder Konfliktsituationen besser umzugehen.

Ermöglicht wurde das Projekt durch die finanzielle Unterstützung des Freundeskreises der Gerbersruh-Gemeinschaftschule, der Bürgerstiftung Wiesloch und des Lions Clubs.

TIM

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